Ratgeber
Allgemeines
Als Hypertonie bezeichnet man das Auftreten von Bluthochdruck. Während einer Schwangerschaft leidet etwa jede zehnte Frau darunter. Meist wird die Hypertonie von der Frau selbst gar nicht bemerkt. Da es jedoch für eine werdende Mutter durchaus gefährlich sein kann, wird bei regelmäßigen Untersuchungen in der Schwangerschaft auch der Blutdruck gemessen und dokumentiert. Am häufigsten tritt ein erhöhter Blutdruck während der Schwangerschaft bei Erstgebärenden auf. Zeitlich beginnt die Schwangerschaftshypertonie zumeist nach der 20. Schwangerschaftswoche und dauert in den meisten Fällen bis zur 6. Woche nach der Geburt an.
Ursachen/Risiken
Um das Ungeborene mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, sind ein erhöhter arterieller Blutfluss sowie ein höheres Blutvolumen notwendig. Das Schwangerschaftshormon Progesteron sorgt dabei für eine Erweiterung der Blutgefäße. So wird auch der Abtransport von Giftstoffen aus dem Körper beschleunigt.
Zum Ende einer Schwangerschaft verfügt die Mutter über ca. 40 % mehr Blut im Blutkreislauf. Bluthochdruck, als enormer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann zu Schlaganfall, Niereninsuffizienz (Nierenschwäche) oder Herzversagen führen! Innerhalb einer Schwangerschaft ist das Risiko einer Frühgeburt und die verlangsamte Entwicklung des Babys zu befürchten.
Symptome
Neben innerer Unruhe können Kopfschmerzen, Übelkeit mit Erbrechen und/oder Schmerzen im Unter- und Oberbauch auftreten. Nicht selten sind Sehstörungen. Diese äußern sich zum Beispiel durch verschwommenes oder getrübtes Sehvermögen und Augenflimmern. Auch eine plötzliche Gewichtszunahme oder Schwindelgefühl kann ein Hinweis auf eine Schwangerschaftshypertonie sein.
Diagnostik
Bei regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in der Frauenarztpraxis wird der Blutdruck ständig kontrolliert und im Mutterpass dokumentiert. Von Schwangerschaftshypertonie spricht man ab Werten von systolisch >140 mmHg und diastolisch > 90 mmHg. Der systolische Wert bezeichnet den oberen Blutdruckwert. Er wird ermittelt, wenn das Herz das Blut stoßweise in die Aorta befördert. Dies bedingt einen kurzfristigen Anstieg. Der diastolische Wert wird in der Entspannungsphase des Herzens gemessen und zeigt den niedrigsten Druck. Die Werte werden regelmäßig und bei Verdacht auf eine Hypertonie, in zwei aufeinanderfolgenden Messungen ermittelt. Die Frau sollte dabei in einer Ruhephase sein.
Behandlung/Therapie
Aufgrund fehlender Studien gibt es bisher keine einheitliche Empfehlung für die Behandlung einer Hypertonie während der Schwangerschaft. Die Verwendung von blutdrucksenkenden Medikamenten sollte ausschließlich unter ständiger Kontrolle des Arztes erfolgen. Die Einstellung des Blutdrucks sollte dabei einschleichend erfolgen. Grundsätzlich ist eine medikamentöse Behandlung nur anzuwenden, wenn natürliche Methoden zur Senkung des Blutdrucks keinen Erfolg zeigen. Erfolgreich bei der Therapie hat sich eine Ernährungsumstellung auf leicht verdauliche, zucker- und fettarme Kost erwiesen. Aber auch körperliche Schonung, die auch absolute Bettruhe bedeuten kann, hilft den Blutdruck und damit die Risiken für Mutter und Kind zu senken. Das Ziel bei der Behandlung sollte ein Wert von < 135 / 85 mmHg sein. Eine stationäre Einstellung und Überwachung ist bei gemessenen Werten von systolisch > 160 mmHg und/oder diastolisch > 110 mmHg unbedingt notwendig.
Vorbeugung
Grundsätzlich ist eine gesunde Ernährung unabdingbar für einen normalen Blutdruck. Obst, wie Kiwi, Beerenobst, Äpfel und Birnen sowie Gemüse, wie Salat, Grünkohl, Spargel, Spinat und Rote Beete begünstigen die Senkung evtl. bereits vorhandenen Bluthochdrucks. Darüber hinaus ist eine evtl. notwendige Gewichtsreduzierung bereits vor einer geplanten Schwangerschaft hilfreich. Bereits 5 kg senken das Risiko von Bluthochdruck enorm! Zusammenfassend sind tägliche Bewegung, gesunde Ernährung, die Vermeidung von Stresssituationen sowie Ruhe und Schonung während einer Schwangerschaft zielführende Indikatoren für einen gesunden Blutdruck.
Entbindung mit Hypertonie
Bei einer Schwangerschaftshypertonie erfolgt die Entbindung meist vor dem errechneten Geburtstermin zwischen der 37. und 39. Schwangerschaftswoche. Der Blutdruck wird während der Entbindung ständig kontrolliert. Grundsätzlich kann auch mit Bluthochdruck spontan entbunden werden. Bei Komplikationen sollte jedoch ein Kaiserschnitt in Erwägung gezogen werden. Die Verabreichung einer PDA (Periduralanästhesie) wirkt blutdrucksenkend und verhindert einen Blutdruckanstieg durch Schmerzen unter der Geburt.
Sie wünschen eine Beratung zum Thema Schwangerschaftshypertonie? Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 0511 881041.
Allgemeines zum Thema Extrauterine Schwangerschaft
Eine extrauterine Schwangerschaft wird auch als ektopische oder ektope Schwangerschaft bezeichnet. Kurz EUG. Nach einem natürlichen Beginn, der Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium, erreicht die Eizelle die Gebärmutter nicht. Bei einer solchen Schwangerschaft nistet sich das befruchtete Ei außerhalb der Gebärmutter ein. In seltenen Fällen geschieht dies in der Bauchhöhle, den Eierstöcken oder dem Gebärmutterhals. In 95 % der Fälle kommt es zu einer Einnistung im Eileiter. Man spricht dann von einer sogenannten Eileiterschwangerschaft. Ungefähren Schätzungen zufolge kann es in 1 bis 2 % der Schwangerschaften dazu kommen. Da es in vielen Fällen jedoch bereits in einem frühen Stadium zu einer natürlichen Abstoßung kommt, werden diese Schwangerschaften oft nicht bemerkt.
Ursachen/Risikofaktoren
Durch Operationen in der Vergangenheit kann es zu Fehlbildungen der Eileiter kommen. Weiterhin können Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) eine Eileiterschwangerschaft begünstigen. Auch die Verhütung mit der Spirale oder bereits erlittene Eileiterschwangerschaften können ausschlaggebend sein. Letztlich werden auch sexuell übertragbare Krankheiten (Chlamydien) für die Entstehung verantwortlich gemacht.
Symptome
Zunächst bleibt eine Eileiterschwangerschaft unbemerkt und ohne Symptome. Meist kommt es dann zwischen der 6. und 9. Schwangerschaftswoche zu Schmerzen im Unterbauch. Diese treten oft einseitig, auf der Seite des betroffenen Eileiters, auf. Nach zunächst ausbleibender Monatsblutung kann es ab der 6. Woche wieder zu Schmierblutungen kommen. Sollte die Fruchthöhle ab der 7./8. Schwangerschaftswoche eine kritische Größe erreichen, kann es zum Platzen des betroffenen und wenig dehnbaren Eileiters kommen. Teilweise geschieht dies auch erst in der 16. Woche. Starke Blutungen im Bauchraum und Kreislaufversagen können die Folge sein. Dieser Zustand kann durchaus zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen!
Diagnostik
Nach einem ausführlichen Gespräch zu den Lebensumständen, Vorerkrankungen, Operationen, Verhütungsart und evtl. voran gegangenen Fehlgeburten der Patientin erfolgt eine Abtastung des betroffenen Bereichs. Hier ist oft eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit zu verzeichnen. Darüber hinaus wird der Hormonstatus erhoben und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Da der Hormonstatus und die üblichen Anzeichen einer Schwangerschaft, wie Übelkeit und Spannen der Brüste) bei einer Eileiterschwangerschaft oft geringer ausfallen, wird als sicheres Anzeichen auch die besonders schmerzhafte Bewegung des Gebärmutterhalses gesehen.
Behandlung mit Medikamenten: Zur Behandlung der embryonalen Zellen wird, bei einer oft einmaligen Injektion, das Wachstum des Embryos unterbrochen und die Zellen sterben ab. Das verwendete Medikament, ein Zellgift, findet ebenfalls Anwendung in der Krebsbehandlung und kann in einem frühen Stadium der Eileiterschwangerschaft eingesetzt werden. Hier ist zu beachten, dass eine erneute Schwangerschaft dann erst nach ca. 6 bis 12 Monaten ratsam ist!
Operativ: In einem fortgeschrittenen Stadium kann eine Entfernung des Gewebes oder auch des gesamten Eileiters notwendig werden. Bei einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) und entsprechenden Entfernung der Eileiterschwangerschaft wird, gerade bei kinderlosen Frauen, die Erhaltung des Eileiters angestrebt. Sollte der betroffene Eileiter jedoch bereits geplatzt oder gerissen sein, kann auch ein Bauchschnitt (Laparotomie) notwendig werden, um ein Kreislaufversagen zu verhindern. Das betroffene Gewebe und unter Umständen auch der gesamte Eileiter werden dann entfernt und die lebensbedrohliche Blutung gestoppt.
Beobachtend: Aufgrund der mangelnden Versorgung des Embryos, ist ein Abstoßen des Gewebes durchaus auch von allein möglich.
Eine enge Abstimmung von Arzt und Patientin entscheidet über die geeignete Behandlungsmethode.
Nach einer Behandlung wird in regelmäßigen Abständen der Hormonspiegel erhoben und beim Nicht-Nachweis des Schwangerschaftshormons HCG kann von einer erfolgreich durchgeführten Therapie ausgegangen werden. Die Rückfallrate, bei Erhalt des Eileiters, liegt bei ca. 15 %. Die Wahrscheinlichkeit einer regulären Schwangerschaft mit Einnistung in der Gebärmutter, liegt, bei Entfernung eines Eileiters, bei 50 %.
Vorbeugung
Vermeiden Sie Entzündungen und Infektionen der Eileiter! Schützen Sie sich vor Geschlechtskrankheiten unter Verwendung von Kondomen!
Toxoplasmose – ein Risiko in der Schwangerschaft
Allgemeines zum Thema Toxoplasmose
Die Toxoplasmose ist eine häufig auftretende Infektionskrankheit, die in jedem Lebensalter erworben werden kann. Erstmalig wurde sie als Krankheit 1939 erkannt. Der Erreger Toxoplasma gondii bevorzugt als Hauptwirt die Katze. Sogenannte Zwischenwirte können alle Arten von Säugetieren, so auch der Mensch, sein. Die Übertragung kann vom Tier zum Menschen und umgekehrt erfolgen. In diesem Fall spricht man von einer Zoonose. Die Inkubationszeit beträgt ca. 1–3 Wochen. Nach einer überstandenen Erkrankung kann von einer Immunität ausgegangen werden. In Deutschland gehört die Toxoplasmose zu den meldepflichtigen Krankheiten bei Haustieren.
Möglichkeiten einer Infektion
Am häufigsten gelangt der Erreger durch den Verzehr von rohem oder mangelhaft erhitztem Schweinefleisch (Rohwurst oder Mett) in den Körper. Aber auch in Schaffleisch oder Rohmilcherzeugnissen aus Ziegen- und Schafsmilch wurden bereits Toxoplasmose-Erreger nachgewiesen. Weiterhin kann es vorkommen, dass man sich bei der Gartenarbeit, durch mit Katzenkot verunreinigtes Erdreich, infiziert.
Symptome der Toxoplasmose
Eine Infektion mit Toxoplasmose gondii kann zu Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen führen. Außerdem kann es zu Lymphknotenschwellungen, vor allem im Halsbereich, kommen. In seltenen Fällen ist Durchfall als Symptom zu verzeichnen.
Allgemeine Behandlung
Bei Menschen mit einem intakten Immunsystem ist meist keine Behandlung notwendig. Die Erkrankung verläuft ohne schwere Symptome bei 90 % der Betroffenen meist unbemerkt. Nach einer überstandenen Erkrankung ist von einer Immunität auszugehen.
Toxoplasmose in der Schwangerschaft
Durch eine Blutabnahme bzw. durch einen Bluttest (Toxoplasmose-Antikörper-Test) zu Beginn einer Schwangerschaft kann festgestellt werden, ob eine vorangegangene Erkrankung bereits zu einer Immunität geführt hat. Ca. 40 % aller schwangeren Frauen besitzen bereits Antikörper. In diesen Fällen besteht somit ein sicherer Schutz gegen eine Neuinfektion und keine Gefahr für das ungeborene Baby. Wenn keine Antikörper vorhanden sind, muss der Test zu einem späteren Zeitpunkt in der Schwangerschaft wiederholt werden.
Sollte es während einer Schwangerschaft zu einer Erstinfektion mit Toxoplasmose gondii kommen, muss umgehend eine ärztliche Behandlung vorgenommen werden. Bei ca. 5–6 von 1.000 schwangeren Frauen kann es zu einer Neuinfektion kommen. Im ersten Drittel der Schwangerschaft führt eine Infektion meist zu einer Fehlgeburt. In diesem Zeitraum ist eine Ansteckung also am gefährlichsten. Jedoch kann es auch zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft zu schwerwiegenden Schädigungen des Embryos bzw. Fötus kommen, da das Immunsystem, die Organe und vor allem das Gehirn noch nicht vollständig ausgebildet sind. Eine Infektion begünstigt dann Entzündungsherde, die Lungen- und Hirnhautentzündungen hervorrufen können. Zusätzliche Symptome sind Wesensveränderungen, Lähmungserscheinungen und Krampfanfälle. Weiterhin kann es zur Schädigung des zentralen Nervensystems und Fehlbildungen kommen.
Behandlung
Bis zur 16. Schwangerschaftswoche wird meist ein Antibiotikum gegeben. Zu einem späteren Zeitpunkt kommt dann eine Kombination aus einem Antiparasitikum (Arzneistoffe, die gegen Endo- und Ektoparasiten eingesetzt werden) und einem Antibiotikum zum Einsatz. Eine Impfung gegen Toxoplasmose gibt es nicht.
Vermeidung einer Infektion
- Schwangere sollten auf den Verzehr von rohen oder nicht ausreichend erhitzten oder gefrosteten Lebensmitteln verzichten! Dazu gehören unter anderem Mett bzw. Hackepeter oder kurz gereifte Rohwürste.
- Rohes Gemüse und Obst sollte vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden!
Gründliches - Händewaschen vor dem Essen und nach dem Zubereiten von rohem Fleisch, nach Garten-, Feld- oder anderen Erdarbeiten und nach dem Besuch von Sandspielplätzen ist unabdingbar!
Hinweise für Katzenhalter
- Füttern Sie Ihre Katze, während der Schwangerschaft, wenn möglich nur mit Dosen und/oder Trockenfutter!
- Zur Reinigung der Katzentoilette sollten Schwangere Plastikhandschuhe und einen Mundschutz tragen! Am besten lassen Sie die Reinigung von einer nicht schwangeren Person mit heißem Wasser über 70°C durchführen.
- Die Katzentoilette sollte möglichst weit vom Wohnraum entfernt aufgestellt werden!
Die gute Nachricht zum Schluss
Beim Streicheln Ihres Lieblings ist keine Ansteckung zu befürchten. Führen Sie die Hände während dessen jedoch nicht zum Mund und waschen Sie sie anschließend gründlich mit Wasser und Seife!
Funktion, Wirkung und Anwendung von Progesteron
Progesteron ist ein natürlich im Körper vorkommendes Sexualhormon aus der Gruppe der Gestagene. Es ist wichtig für den Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft , sowie für die Entwicklung des Embryos.
Welche Aufgaben hat Progesteron im Körper?
Allgemein ist das Hormon Progesteron ein Indikator für einen stabilen Menstruationszyklus und die Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft. Der Gelbkörper, auch Corpus Luteum genannt, entsteht nach dem Eisprung aus den Resten des Follikels, welcher vorab die Eizelle enthält. Kommt es zu keiner Befruchtung der Eizelle, so wird auch der Gelbkörper nach ca. 14 Tagen abgebaut, was in einem sinkenden Progesteronspiegel und dem Einsetzen der Menstruation resultiert.Herrscht ein Mangel des Hormons, führt dies zu Zyklusstörungen.Progesteron weist einen Schutz für das zentrale und periphere Nervensystem sowie einen knochenabbauenden Effekt auf. Weiter wird die körpereigene Immunabwehr gestärkt und wirkt somit auch entzündungshemmend. Das Hormon sorgt außerdem für ein gutes Wachstum von Nägeln und Haaren.Darüber hinaus kann Progesteron Angst- und Stresssituationen dämpfen und durch eine entsprechende Dosierung auch die Schlafqualität verbessern.
Funktionen des Progesterons während einer Schwangerschaft
Während einer Schwangerschaft wird das Hormon bis zum 3. Schwangerschaftsmonat gebildet, danach übernimmt die Placenta diese Aufgabe.
Das Hormon verhindert außerdem das Entstehen von Kontraktionen der glatten Muskulatur der Gebärmutter (Myometrium) und somit auch das Einsetzen vorzeitiger Wehen sowie eine frühzeitige Verkürzung des Gebärmuttermundes. Des Weiteren verzögert Progesteron eine verfrühte Milchbildung. Diese wird erst ausgelöst, nachdem der Körper die Plazenta abgestoßen hat, in dessen Folge der Progesteronspiegel fällt.
Welche Vorteile bietet Progesteron in den Wechseljahren?
Die Menge des Progesterons nimmt in den Wechseljahren durch die immer unregelmäßigeren Eisprünge ab. In der Folge entsteht ein Ungleichgewicht des Hormonhaushaltes.
Eine Kombination von Östrogenen und dem Hormon Progesteron kann dem sinkenden Hormonspiegel in den Wechseljahren entgegenwirken, die damit verbundenen Wechseljahresbeschwerden abschwächen und für das Einsetzten der Menstruation sorgen. Eine Einnahme von natürlichem Progesteron eignet sich dabei besonders, da dieses Hormon wie das körpereigene Progesteron vom Köper akzeptiert wird.
Durch eine Zufuhr des Hormons können Wassereinlagerungen und Spannungen in der Brust behandelt und Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit abgeschwächt werden. Auch Schlafstörungen, welche häufig aus Hitzewallungen resultieren, können so minimiert werden. Dadurch verbessert sich das allgemeine Wohlbefinden.
Progesteron hat zudem eine Schutzfunktion für die Gebärmutterschleimhaut. Durch die Einnahme des Hormons schwindet der Überschuss der Östrogene, wodurch die Gebärmutterschleimhaut vor der Entstehung krankhafter Wucherungen und Krebs geschützt werden kann.
Auch der osteoprotektive Effekt des Progesterons kann durch eine Zufuhr erhalten werden. Progesteron fördert den Knochenaufbau, wohingegen Östrogene den Knochenabbau minimieren.
Brustdrüsenentzündung – Ursachen, Symptome und Verlauf
Eine Brustdrüsenentzündung verursacht Rötung und Schwellung des Milchdrüsengewebes. Meist sind Frauen während der Stillzeit betroffen, aber auch außerhalb der Stillzeit kann es zu einer Brustdrüsenentzündung kommen. Eine Brustdrüsenentzündung wird häufig von Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Fieber begleitet.
Wie entsteht eine Brustdrüsenentzündung?
Eine Brustdrüsenentzündung (Mastitis) kann unterschiedliche Ursachen haben. In den meisten Fällen wird sie jedoch durch eine Infektion mit Krankheitserregern ausgelöst. Die Bakterien gelangen überwiegend durch die Brustwarze in das Brustgewebe und in die Milchdrüsen. So beispielsweise beim Stillen des Säuglings oder mangelnder Hygiene beim Tragen eines Piercings. Durch kleine Risse in der Oberfläche der Brustwarze können Keime ungehindert eindringen.
In seltenen Fällen kann die Brustdrüsenentzündung allerdings auch durch Hormonstörungen, gutartige Zysten oder Schwellungen des Brustdrüsengewebes ausgelöst werden. So können hormonelle Störungen auch außerhalb der Stillzeit zur Produktion von Milch führen. Ein Milchstau kann das Eindringen von Milch in umliegendes Gewebe bewirken. Auf die eingedrungene Milch folgt häufig eine Entzündungsreaktion des Körpers – eine Brustdrüsenentzündung.
Milchstau
Ein Milchstau beschreibt ein unzureichendes Abfließen der Milch, entweder durch geringes saugen des Säuglings oder unzureichendem Abpumpen mit der Milchpumpe. Durch den Stau kommt es zu schmerzhaften Schwellungen in der gesamten Brust. Ein Milchstau stellt somit eine mögliche Ursache für die Entwicklung einer Brustdrüsenentzündung dar.
In den ersten Wochen der Stillzeit sind viele Frauen von einem Milchstau betroffen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Körper der Mutter sich zunächst an die individuellen Bedürfnisse ihres Säuglings anpassen muss und beispielsweise zu viel Milch produziert, welche sich dann in den Milchgängen der Brust staut.
Folgen und Symptome einer Brustdrüsenentzündung
Neben Schmerzen und Fieber kann auch Schüttelfrost und ein Krankheitsgefühl auftreten. Wird die Brustdrüsenentzündung nicht behandelt, kann sich die Entzündung ausbreiten und in sehr seltenen Fällen sogar in einen chronischen Zustand übergehen.
Wie kann eine Brustdrüsenentzündung behandelt werden?
Besteht ein Verdacht auf eine Brustdrüsenentzündung, sollte nicht gezögert werden, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Besonders wichtig ist zunächst die Klärung der Ursache für die Brustdrüsenentzündung. Es folgt eine Blutuntersuchung und ein Brustultraschall
Bei stillenden Frauen ist hierfür die Entleerung der Brust unverzichtbar. Kann nicht gestillt werden, kann die Brust auch durch eine Milchpumpe entleert werden.
Zeigt die Brustentleerung auch nach zwei Tagen keine Wirkung, wird ein Antibiotikum zur Behandlung der Infektion eingesetzt. Ob in dieser Zeit weiter gestillt werden kann, ist abhängig von dem jeweiligen Antibiotikum. Wichtig ist hierbei die verordnete Behandlungsdauer einzuhalten, um ein erneutes Aufflammen der Infektion zu verhindern.
Wie lange dauert eine Brustdrüsenentzündung?
Bei früher Diagnose lässt sich die Brustdrüsenentzündung meist schnell behandeln. Die Behandlung kann aber auch 5-10 Tage in Anspruch nehmen
Muss die Brustdrüsenentzündung mit Antibiotika behandelt werden, erfolgt die Einnahme des Medikaments solange bis keine Symptome mehr nachweisbar sind. Meist werden die Beschwerden durch das Antibiotikum schnell gelindert. Falls die Symptome jedoch bestehen bleiben, sollte erneut ärztlicher Rat aufgesucht werden.
Besonders viel Ruhe, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung können den Heilungsprozess unterstützen.
Sie wünschen eine Beratung zum Thema Brustdrüsenentzündung? Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 0511 881041.
Was ist überhaupt Schwangerschaftsdiabetes und wie wird er festgestellt?
Der Begriff Schwangerschaftsdiabetes, oder auch Gestationsdiabetes, bezeichnet eine Störung des Blutzuckerstoffwechsels, der erstmalig in der Schwangerschaft auftritt.
Anzeichen können z. B. ein gesteigertes Durstgefühl, häufige Harnwegs- und Scheidenentzündungen, Zucker im Urin, Veränderungen der Fruchtwassermenge, Wachstumsstörungen des Kindes, eine übermäßige Gewichtszunahme oder ein erhöhter Blutdruck sein. In den meisten Fällen bemerken betroffene Frauen allerdings nichts von ihrer Erkrankung, da der Schwangerschaftsdiabetes häufig beschwerdefrei bleibt.
Weil diese Störung aber sowohl für die Schwangere selbst als auch für das Kind schwere Folgen haben kann, wird bei jeder werdenden Mutter zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche ein sogenannter Zuckerbelastungstest, auch oraler Glucosetoleranztest (oGTT) genannt, durchgeführt. Dabei erhält die Patientin ein Getränk, in dem 50 g Glucose gelöst sind. Nach einer Stunde wird der Blutzuckerspiegel im Blut bestimmt. Der Test in unabhängig von der Tageszeit oder wann man das letzte Mal gegessen hat.
Kommt es bei diesem sogenannten ‚Vortest‘ zu einem auffälligen Ergebnis, erfolgt in der Regel die Überweisung an eine spezielle diabetologische Praxis. Dort wird einer zweiter, ausführlicherer Test durchgeführt. Bei diesem wird zunächst der Nüchternblutzucker bestimmt (man darf also vorher weder gegessen noch getrunken haben). Danach trinkt die Schwangere wiederum eine Flüssigkeit, in der in diesem Fall 75 g Glucose gelöst sind. Nun wird nach einer Stunde und nach zwei Stunden der Blutzuckerspiegel im Blut bestimmt.
Wie geht es dann weiter?
Bestätigt sich die Diagnose eines Schwangerschaftsdiabetes, wird der Patientin gezeigt, wie sie selbst regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel messen kann. Zudem erfolgt eine ausführliche Ernährungsberatung. In den meisten Fällen führt eine Umstellung der Ernährung (z. B. kleine, dafür häufigere Mahlzeiten, Vollkornprodukte statt Weißmehl, weitgehender Verzicht auf schnell resorbierbare Kohlenhydrate wie beispielsweise gezuckerte Getränke) in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung zu normalen Blutzuckerwerten.
Treten trotzdem häufig erhöhte Blutzuckerwerte auf, ist eine Insulintherapie angezeigt. Dies ist etwa bei einem Drittel der Patientinnen der Fall. Insulin ist ein körpereigenes Hormon, welches den Blutzucker senkt. Dieses wird unter die Haut gespritzt. Die Insulinmenge, die verabreicht wird, richtet sich nach den gemessenen Blutzuckerwerten.
Warum ist ein guter Blutzuckerspiegel überhaupt so wichtig?
Bei einem gut eingestellten Gestationsdiabetes verläuft die Schwangerschaft in der Regel komplikationslos. Ein schlecht eingestellter Diabetes kann jedoch sowohl für die Schwangere als auch für das Kind gravierende Folgen haben.
Die werdende Mutter hat ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Präeklampsie. Es kann zu einer höheren Rate an Frühgeburten, aber auch zu Fehlbildungen des Kindes bis hin zum Versterben im Mutterleib kommen. In manchen Fällen tritt eine Mangelversorgung des Kindes ein (durch eine gestörte Entwicklung des Mutterkuchens), aber auch eine sogenannte Makrosomie (das Kind ist überversorgt mit Kohlenhydraten und wird zu schwer) ist möglich. Beides führt zu einer erhöhten Kaiserschnitt-Rate. Direkt nach der Geburt besteht für das Kind, welches an zu hohe Blutzuckerspiegel ‚gewöhnt‘ ist, das Risiko einer Unterzuckerung, was in sehr schweren Fällen zu Atemaussetzern oder Krampfanfällen führen kann.
Die Entbindung sollte daher in einem Perinatalzentrum mit angeschlossener Kinderklinik stattfinden, so dass eine optimale Überwachung von Mutter und Kind gewährleistet ist.
Was passiert nach der Geburt?
In der Regel normalisiert sich der Blutzuckerstoffwechsel der Patientin nach der Geburt des Kindes wieder. Allerdings besteht bei einer folgenden Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko, wieder einen Gestationsdiabetes zu entwickeln. Dieses liegt bei etwa 40 %. Auch ist das Risiko innerhalb der nächsten 10 Jahre an einem Typ 2 Diabetes zu erkranken erhöht. Deswegen wird 6 – 12 Wochen nach der Geburt ein erneuter Glucosetoleranztest durchgeführt. Fällt dieser normal aus, wird der Test je nach individuellem Risiko alle 1–3 Jahre wiederholt. Durch einige Maßnahmen kann das Risiko deutlich gesenkt werden. Hierzu zählen z. B. regelmäßige Bewegung/ Sport sowie eine ausgewogene Ernährung (viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Verzicht auf zuckerhaltige Getränke)
Sie wünschen eine Beratung zum Thema Schwangerschaftsdiabetes? Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 0511 881041.
Ductal carcinoma in situ (DCIS) – Alles Wissenswerte im Überblick
Ein ductal carcinoma in situ, auch duktales Karzinom in situ, ist eine Erkrankung der weiblichen Brustdrüsen und gilt als Vorstufe zu Krebs. Der folgende Artikel definiert ductal carcinoma in situ, erklärt die Diagnostik und zeigt Symptome sowie Behandlungsmöglichkeiten auf.
Ductal carcinoma in situ: Eine Vorstufe zur Krebserkrankung
Bei einem ductal carcinoma in situ, abgekürzt als DCIS, zeigen sich in den Milchgängen der weiblichen Brust veränderte Zellen. Die Bezeichnung „in situ“ bedeutet dabei so viel wie „am Ort“, da diese veränderten Zellen kein umliegendes Gewebe angreifen. Im Vergleich zu einer Krebserkrankung werden bei einem DCIS keine Tochterzellen gestreut. Dadurch sind die Heilungschancen von einem DCIS zwar hoch, jedoch steigt auch das Risiko, dass sich aus diesen veränderten Zellen Brustkrebs entwickelt. Das Risiko, dass sich aus einem ductal carcinoma in situ Brustkrebs entwickelt, gilt als zehnfach so hoch wie es bei einer Brust ohne Vorerkrankung der Fall ist. Ein ductal carcinoma in situ kann sich unterschiedlich zeigen. So befällt ein DCIS in einigen Fällen nur einen Teil der Milchdrüsen, lässt einen weiteren Teil der Milchgänge aus und zeigt sich an späterer Stelle erneut.
So wird die Erkrankung diagnostiziert
In den meisten Fällen wird ein DCIS im Rahmen einer Mammografie diagnostiziert. Eher selten wird es bei einer ärztlichen Untersuchung oder von Patientinnen selbst durch Tasten entdeckt. Hauptsächlich liegt das daran, dass die Erkrankung sich nur selten durch Knoten in der Brust äußert, sondern in einem Großteil der Fälle durch Mikrokalkablagerungen, die weder tastbar noch optisch erkennbar sind. Eine sichere Diagnose ist deswegen nur mithilfe technischer Geräte möglich.
Symptome eines ductal carcinoma in situ
Häufig zeigt ein ductal carcinoma in situ keine Symptome. Die meisten Betroffenen werden erst im Rahmen der Brustkrebsvorsorge bei einer Mammografie auf ihre Erkrankung aufmerksam. Einige wenige Patientinnen verspüren jedoch Schmerzen in der Brust oder nehmen beim Abtasten der Brust Veränderungen wahr.
Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen
Ein ductal carcinoma in situ wird operativ behandelt, indem das befallene Gewebe entfernt wird. Die Lymphknoten müssen dabei nicht entfernt werden und eine Erhaltung der Brust in vielen Fällen möglich. Ausschließlich bei einer ungünstigen Lage, großflächiger Ausbreitung oder einem unangemessenen Verhältnis zwischen Karzinom- und Brustgröße wird eine Mastektomie, die Entfernung der Brust, in Erwägung gezogen. Welches Verfahren schlussendlich konkret zum Einsatz kommt, hängt unter anderem vom Alter der Patientin sowie deren Gewebeeigenschaften ab und wird im Vorfeld ausführlich besprochen. Nach der Operation gilt die Patientin als geheilt, wobei eine Heilung nahezu immer möglich ist. Im Zuge der Brustkrebsvorsorge werden ehemalige DCIS-Patientinnen zu engmaschigen Untersuchungen angehalten.
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Allgemeines
Ein Gelbkörperhormonmangel, oder auch Gelbkörperschwäche in den Eierstöcken genannt, ist eine Störung der Produktion des Gelbkörperhormons (Progesteron ). Sie tritt häufig bei Frauen in den Wechseljahren auf. Doch auch junge Frauen können davon betroffen sein. So kann ein Gelbkörperhormonmangel ein Grund für eine ausbleibende Schwangerschaft sein. In diesem Artikel erläutern wir Ihnen, welche Aufgabe das Gelbkörperhormon hat, was die Symptome und Ursachen für einen Gelbkörperhormonmangel sind und wie dieser behandelt werden kann.
Aufgabe des Gelbkörperhormons
Im monatlichen Zyklus produziert der Eierstock nach jedem Eisprung das Gelbkörperhormon Progesteron. Dieses bereitet die Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Wird zu wenig Progesteron gebildet, spricht man von einem Gelbkörperhormonmangel. Das Progesteron ist verantwortlich dafür, dass weitere Hormone im Körper gebildet werden, die zu einer stabilen Schwangerschaft beitragen. Aus diesem Grund kann eine ausbleibende Schwangerschaft an einem Mangel an Progesteron liegen.
Symptome
Ein Gelbkörperhormonmangel kann an verschiedenen Symptomen festgestellt werden.
Eines der wichtigsten Auffälligkeiten ist eine verkürzte Zyklusphase. Progesteron wird in der zweiten Zyklusphase nach dem Eisprung produziert. Ist diese zweite Phase verkürzt, kann dies auf einen Gelbkörperhormonmangel hinweisen. Mithilfe der Temperaturmessmethode kann der Zeitpunkt des Eisprungs und dementsprechend die Verkürzung der Zyklusphase festgestellt werden. Des Weiteren sinkt bei einem Gelbkörperhormonmangel die Körpertemperatur nach dem Eisprung schneller als bei einem “normalen” Zyklus, was ebenso ein wichtiges Indiz für die Hormonschwäche ist.
Auch Schmier- bzw. Zwischenblutungen, die nach dem Eisprung auftauchen, sind mögliche Symptome für einen Gelbkörperhormonmangel. Da das Progesteron für eine stabile Schwangerschaft sorgt, erhöht der Mangel dieses Hormons das Risiko für eine Fehlgeburt. Aus diesem Grund sind auch Fehlgeburten ein mögliches Indiz für einen Gelbkörperhormonmangel.
Ursachen
Die Ursachen für einen Gelbkörperhormonmangel sind meist komplex und unter Umständen schwierig zu ermitteln. Oft ist körperlicher oder mentaler Stress die Ursache für eine Hormonstörung. Auch in bestimmten Lebensphasen ist ein Mangel an Progesteron wahrscheinlicher als in anderen. Gerade in den Wechseljahren oder in der Pubertät können die Sexualhormone instabil sein und so für eine Hormonstörung sorgen. Weitere Ursachen sind möglicherweise Diabetes, Nährstoffmangel, Umweltbelastungen, Bewegungsmangel oder Störungen der Schilddrüse. Auch eine Infektion kann verantwortlich für einen Gelbkörperhormonmangel sein.
Behandlung
Bei einer Vermutung eines Gelbkörperhormonmangels ist es empfehlenswert, zunächst den Zyklus genau zu beobachten und am besten mittels der Temperaturmethode zu dokumentieren, um die Untersuchungen beim Arzt zu vereinfachen. Der Arzt wird mittels weiterer Tests (z.B. einem Speichel- oder Bluttest) den Hormonspiegel messen und so eine eventuelle Hormonstörung feststellen.
Wird ein Gelbkörperhormonmangel diagnostiziert, heißt dies nicht zwangsläufig, dass keine Schwangerschaft möglich ist. Der Mangel kann mittels einer Hormontherapie behandelt werden. Zum Einsatz kommen beispielsweise Präparate, die die Reifung der Follikel in der ersten Zyklushälfte unterstützen und so zur Bildung des Gelbkörpers beitragen. Auf diese Weise kann ein Hormonhaushalt hergestellt werden, der eine Schwangerschaft möglich macht. In der Regel werden Präparate zum Ausgleich des Gelbkörperhormonmangels als Kapsel eingenommen oder als Creme auf die Haut aufgetragen.
Auch Naturheilpflanzen, wie z.B. Mönchspfeffer, können den Hormonhaushalt stabilisieren. Die Einnahme sollte eine Hormontherapie jedoch nur unterstützen und mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
Fazit
Das Gelbkörperhormon Progesteron trägt dazu bei, dass eine Schwangerschaft möglich ist und stabil verläuft. Produziert der Körper zu wenig dieses Sexualhormons, spricht man von einem Gelbkörperhormonmangel. Mittels einer Hormontherapie kann der Gelbkörperhormonmangel ausgeglichen werden, sodass eine Schwangerschaft möglich ist und der Kinderwunsch erfüllt werden kann.
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Die Adnexitis
Pelvic Inflammatory Disease (kurz PID)
Sowohl eine Adnexitis, als auch eine Salpingitis bezeichnen verschiedene Entzündungsprozesse der inneren Geschlechtsorgane der Frau.
Sprechen Gynäkologen von einer Adnexitis, ist immer der Eileiter sowie der Eierstock betroffen. Die Entzündung kann sowohl einseitig, als auch beidseitig auftreten.
Weit verbreitet zu diesen Erkrankungen ist der Begriff pelvic inflammatory disease (kurz PID). Er komprimiert in der Medizin alle vorkommenden Entzündungen im Unterleibs- und Beckenbereich, da diese oftmals parallel zueinander auftreten. Wenn also die Entzündung ihren Ursprung an Eileiter oder Eierstock hat, so ist ebenso eine Ausbreitung auf z.B. den Bereich der Gebärmutter möglich.
Was sind die Ursachen?
Nahezu 80% aller Erkrankungen sind auf eine Infektion mit den Bakterien Gonokokken oder Chlamydien zurückzuführen, doch auch andere Erreger wie z.B. Staphylokokken, Streptokokken oder Coli-Bakterien können für eine Adnexitis verantwortlich sein. Ebenso ist eine Übertragung beim Geschlechtsverkehr möglich. Bei wechselnden Sexualpartnern sollte daher kein ungeschützter Verkehr stattfinden.
Welche Symptome zeigen sich bei einer Adnexitis?
Wie bei den meisten entzündlichen Erkrankungen reagiert der Körper auch hier oftmals mit Fieber. Es ist daher eines der Symptome, welches fast immer zu beobachten ist. Die Erkrankung äußert sich jedoch auch anhand folgender Symptome:
- Allgemeine Abgeschlagenheit / Krankheitsgefühl
- Unspezifische Schmerzen im Unterbauch
- Druckempfindlichkeit
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Ungewöhnlicher Scheidenausfluss
- Zwischenblutungen
Adnexitis und Unfruchtbarkeit
In seltenen, schweren Verlaufsformen der Infektion kann eine Adnexitis zu Unfruchtbarkeit der Frau führen. Dies bezieht sich jedoch überwiegend auf die Infektionen die unerkannt, bzw. unbehandelt bleiben. Wird eine Adnexitis nicht oder zu spät medizinisch behandelt, können sich Verklebungen sowie Vernarbungen des entzündeten Gewebes bilden und die Eileiter blockieren. Die Eizelle kann nicht mehr vom Eierstock durch den Eileiter wandern – eine Befruchtung ist somit auf natürlichem Wege unmöglich. War nur ein Eileiter von der Entzündung betroffen, ist das Eintreten einer Schwangerschaft weiterhin möglich, die Wahrscheinlichkeit je Zyklus ist jedoch deutlich herabgesetzt.
Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?
Da es sich um eine bakterielle Infektion handelt, ist die Behandlung mit Antibiotika die wirkungsvollste Methode, eine Heilung zu erzielen. Unterstützend ist die Therapie mit entzündungshemmenden, schmerzstillenden Präparaten mit z.B. den Wirkstoffen Ibuprofen oder Diclofenac sinnvoll. Körperliche Schonung ist ebenso zwingend notwendig!
Die Dauer der Behandlung beträgt ca. 2 Wochen. Etwa 90 % aller Patientinnen sind anschließend beschwerdefrei.
Ein Eingriff, bei dem betroffenes Gewebe operativ entfernt werden muss, da z.B. eine chronische Entzündung vorliegt, ist glücklicherweise sehr selten notwendig.
Wer ist am häufigsten betroffen?
Wie bereits erwähnt, ist eine Ansteckung beim Geschlechtsverkehr möglich und häufig die Ursache der Erkrankung. Oftmals erkranken daher vor allem junge, sexuell aktive Frauen. Jedoch zählen auch folgende Kriterien zu den möglichen Risikofaktoren:
- Sämtliche, den Unterleib betreffende Operationen sowie das Einsetzen einer Verhütungs-Spirale können ein Eindringen und und Aufsteigen von Bakterien ermöglichen, bzw. erleichtern.
- Unbehandelte Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes haben negativen Einfluss auf den Säureschutzmantel der Schleimhaut und erleichtern somit eine Infektion.
- Intimduschen können Bakterien tief in die Scheide einspülen und somit Entzündungen hervorrufen.
- Vorherige Scheidenentzündungen können, wenn sie unbehandelt bleiben, ein Übergreifen auf die inneren Geschlechtsorgane verursachen.
Ist eine Vorbeugung möglich?
Auch, wenn sich eine Infektion nicht in jedem Fall vermeiden lässt – Wenn Sie diese Ratschläge berücksichtigen, können Sie das Risiko einer Erkrankung deutlich senken:
- Verwenden Sie bei Geschlechtsverkehr mit wechselnden Sexualpartnern stets Kondome.
- Achten Sie auf eine regelmäßige, sanfte Intimhygiene.
- Verzichten Sie auf Scheidenspülungen und Intimduschen.
- Wenden Sie sich bei dem Verdacht auf eine Scheidenentzündung umgehend an Ihren Gynäkologen, um ein Aufsteigen der Infektion zu verhindern und eine Behandlung der Infektion schnellstmöglich zu beginnen.
Sie wünschen eine Beratung zum Thema Adnexitis? Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 0511 881041.
Die Präeklampsie
Etwa 5-10 % aller Schwangeren sind von der Diagnose Präeklampsie betroffen. Üblicherweise tritt eine Präeklampsie erst im späteren Verlauf der Schwangerschaft auf, also etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche.
Was ist eine Präeklampsie
Das Krankheitsbild einer Präeklampsie besteht in erster Linie aus 3 Leitsymptomen:
- Schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck (Schwangerschaftsinduzierte Hypertonie)
- Vermehrte Eiweißausscheidungen im Urin (Proteinurie)
- Starke Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
Diese Komplikationen können den Verlauf einer Schwangerschaft erheblich beeinflussen. Umso wichtiger ist daher eine regelmäßige Vorsorge während dieser Zeit. Eine Kontrolle von Blutdruck und Urin ist für jede Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft vorgesehen, sodass mögliche Auffälligkeiten bereits im Vorfeld erkannt werden können, um auf eine Präeklampsie im späteren Schwangerschaftsverlauf rechtzeitig reagieren zu können.
Ursachen einer Präeklampsie
Welche Ursachen maßgeblich zur Entstehung einer Präeklampsie beitragen, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.
Kann man die Entstehung einer Präeklampsie verhindern?
Auch, wenn sich die Entwicklung einer Präeklampsie nur begrenzt beeinflussen lässt, ist es ratsam, Folgendes zu beachten:
- Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund, essen Sie NICHT für 2! Eine Schwangere benötigt erst ab dem letzten Drittel der Schwangerschaft etwa 300 Kcal mehr. Dies entspricht etwa einem Joghurt mit Obst oder einem Käsebrot
- Trinken Sie ausreichend, mind. 2,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee – Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft. Meiden Sie jedoch Aktivitäten, die Sie körperlich belasten oder sehr anstrengen.
- Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe und nehmen Sie sich kleine Auszeiten, wenn Ihr Körper danach verlangt
Wie lässt sich eine Präeklampsie behandeln?
Die Behandlung einer Präeklampsie richtet sich nach den Symptomen:
Bei Bluthochdruck wird die Einnahme eines Blutdrucksenkenden Medikamentes empfohlen, um einen Wert im Normalbereich zu erreichen. Ein regulierter Blutdruck senkt das Risiko verschiedener Komplikationen bereits um ein Vielfaches.
Wassereinlagerungen können durch salzreiches, eiweißhaltiges Essen reduziert werden. Eine frühere Empfehlung, Salz bei Ödemen zu meiden, konnte medizinisch nicht belegt werden.
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